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Lexikon der Lichttechnik

Fachbegriffe und LED Technik verständlich erklärt

Ob LED, Lumen, CRI oder Konstantstrom (Constant current) in der Welt der Lichttechnik gibt es zahlreiche Begriffe, die für Planung, Auswahl und Anwendung moderner Beleuchtungslösungen entscheidend sind. In unserem Lexikon der Lichttechnik erklären wir technische Fachbegriffe, wichtige Komponenten und Systeme verständlich und praxisnah. Ideal für Anwender, die fundierte Entscheidungen bei Planung, Auswahl und Installation moderner Beleuchtung treffen möchten

Von A wie Abstrahlwinkel bis Z wie Zigbee – hier finden Sie kompaktes Wissen rund um LED-Leuchten, Lichtsteuerung, Spannungsversorgung, Lichtfarben und vieles mehr. Nutzen Sie unser Nachschlagewerk, um Ihr Projekt effizient zu planen, Produkte gezielt auszuwählen und Lichttechnik besser zu verstehen.

Kontaktieren Sie uns bitte, falls Sie einen Begriff oder eine Erklärung vermissen.


Ausleuchtung

Ausleuchtung bezieht sich auf die gleichmäßige Verteilung von Licht in einem Raum, einer Fläche oder einem Objekt, um eine angemessene Helligkeit und Sichtbarkeit zu gewährleisten. Sie umfasst die gezielte Platzierung von Lichtquellen und die Steuerung des Lichts, um Schatten, Blendung oder unerwünschte Kontraste zu minimieren und eine optimale Beleuchtungssituation zu erreichen. Die Ausleuchtung kann je nach Anwendung und Zweck variieren, wie z. B. bei der Beleuchtung von Arbeitsplätzen, Bühnen, Ausstellungen oder Innenräumen.


⚠️ Hinweis: Die nachfolgenden Angaben zu den Bereichen und Abstrahlwinkeln dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und sollen bei der Auswahl einer geeigneten Leuchte unterstützen. Nur der konkret angegebene Abstrahlwinkel einer Leuchte ist technisch verbindlich und für exakte Lichtberechnungen oder Planungen heranzuziehen.

⚠️ Bei Angaben mit „ca.“-Werten in den Abstrahlwinkeln handelt es sich um fachliche Einschätzungen auf Grundlage vorliegender LDT-Dateien, Lichtverteilungsdiagramme oder Bildanalysen des Lichtkegels. Diese Werte dienen lediglich der näherungsweisen Beurteilung des zu erwartenden Lichtverhaltens. Eine Gewährleistung für die Eignung zu normgerechten oder projektspezifischen Lichtplanungen kann daraus nicht abgeleitet werden.


Abstrahlwinkel und Ausleuchtungsbereiche sind immer im Kontext der jeweiligen Umgebung, Montagehöhe und Leuchtenoptik zu bewerten. Eine präzise Lichtplanung sollte daher stets auf verifizierten technischen Daten basieren.

 

Richtige Lichtwirkung erzielen: Von Spot bis Flächenlicht

Die Lichtwirkung einer Leuchte wird maßgeblich davon bestimmt, wie konzentriert oder breit sie Licht verteilt. Je nach gewünschter Stimmung oder Funktion unterscheidet man zwischen punktueller, akzentuierender, zonaler oder flächiger Ausleuchtung. Unsere Einteilung hilft dabei, schnell die passende Art der Lichtwirkung zu finden – von fokussiert bis großflächig.
 
Beispielbild: Spotbeleuchtung ≤ 20°
≤ 20° – Spotbeleuchtung (präzise Lichtbündelung)
Spotbeleuchtung wird eingesetzt, wenn Objekte oder kleine Flächen gezielt hervorgehoben werden sollen. Das enge Lichtbündel erzeugt klare Kontraste und betont Strukturen – ideal für Kunstwerke, Designobjekte oder Produktinszenierungen. Durch den hohen Lichtfokus entsteht ein intensiver, punktueller Effekt, der sofort Aufmerksamkeit lenkt.
Beispielbild: Akzentbeleuchtung 21–40°
21°–40° – Akzentbeleuchtung (gezielte Zonenbetonung)
Akzentbeleuchtung lenkt den Blick auf bestimmte Bereiche eines Raumes, ohne ihn vollständig auszuleuchten. Sie eignet sich für Verkaufs- und Präsentationsflächen, Theken, Regale oder Sitzgruppen. Diese Beleuchtungsart sorgt für Tiefe und Dynamik im Raum und wird häufig in Kombination mit neutralem Umgebungslicht eingesetzt.
Beispielbild: Bereichsbeleuchtung 41–119°
41°–119° – Bereichsbeleuchtung (harmonische Lichtverteilung)
Die Bereichsbeleuchtung dient der gleichmäßigen Ausleuchtung größerer Zonen, etwa Arbeitsflächen, Flure oder Raumabschnitte. Sie sorgt für eine angenehme Grundhelligkeit und vermeidet harte Schatten. Besonders beliebt ist diese Lichtwirkung in modernen Büros, Eingangsbereichen oder Showrooms mit klarer, funktionaler Lichtführung.
Beispielbild: Flächen-/Raumbeleuchtung ≥ 120°
≥ 120° – Flächen- und Raumbeleuchtung (breitstrahlendes Licht)
Flächen- bzw. Raumbeleuchtung verteilt das Licht weitläufig und gleichmäßig – perfekt für große Räume, offene Verkaufsflächen oder Wohnbereiche. Diese Lichtwirkung erzeugt ein helles, freundliches Ambiente und unterstützt die allgemeine Orientierung. Häufig kommen großflächige LED Panels, Decken- oder Pendelleuchten zum Einsatz.
Beispielbild: Asymmetrische Ausleuchtung
Asymmetrisch – gerichtete Flächenausleuchtung
Asymmetrische Lichtverteilungen werden eingesetzt, wenn Flächen einseitig oder gezielt beleuchtet werden sollen, etwa Wände, Tafeln, Regale oder Wege. Das Licht wird dabei schräg nach unten oder seitlich gelenkt, um Blendung zu vermeiden und gleichzeitig eine gleichmäßige Ausleuchtung zu erzielen – ideal für Wandfluter und Architekturbeleuchtung.
Beispielbild: Wechsel-/Verstellbar
Wechsel-/Verstellbar – variable Ausleuchtung
Leuchten mit wechselbaren Reflektoren oder verstellbaren Lichtklappen bieten maximale Flexibilität. Sie ermöglichen es, die Lichtwirkung an wechselnde Raumsituationen anzupassen – von enger Objektbetonung bis hin zur breiten Allgemeinbeleuchtung. Diese Art der Ausleuchtung ist ideal für flexible Raumkonzepte, Ausstellungen oder wechselnde Präsentationsflächen.
Beispielbild: Zoomfunktion
Zoomfunktion – dynamisch anpassbare Lichtwirkung
Leuchten mit Zoomfunktion erlauben die stufenlose Veränderung des Lichtkegels – von Spot bis Flächenlicht. So kann die Ausleuchtung flexibel an verschiedene Objekte, Entfernungen oder Szenen angepasst werden. Diese Lösung eignet sich besonders für Museen, Galerien und Eventräume, in denen die Lichtstimmung regelmäßig variiert.