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Lexikon der Lichttechnik

Fachbegriffe und LED Technik verständlich erklärt

Ob LED, Lumen, CRI oder Konstantstrom (Constant current) in der Welt der Lichttechnik gibt es zahlreiche Begriffe, die für Planung, Auswahl und Anwendung moderner Beleuchtungslösungen entscheidend sind. In unserem Lexikon der Lichttechnik erklären wir technische Fachbegriffe, wichtige Komponenten und Systeme verständlich und praxisnah. Ideal für Anwender, die fundierte Entscheidungen bei Planung, Auswahl und Installation moderner Beleuchtung treffen möchten

Von A wie Abstrahlwinkel bis Z wie Zigbee – hier finden Sie kompaktes Wissen rund um LED-Leuchten, Lichtsteuerung, Spannungsversorgung, Lichtfarben und vieles mehr. Nutzen Sie unser Nachschlagewerk, um Ihr Projekt effizient zu planen, Produkte gezielt auszuwählen und Lichttechnik besser zu verstehen.

Kontaktieren Sie uns bitte, falls Sie einen Begriff oder eine Erklärung vermissen.


Candela

Lichtstärke (Candela = cd) ist ein Maß für die räumliche Verteilung des Lichtstroms. Sie gibt an, wieviel Lichtstrom eine Lichtquelle in eine bestimmte Richtung (Raumwinkel) abstrahlt.

Die Bauform der Leuchte oder des Leuchtmittels beeinflusst wesentlich die Verteilung der Lichtstärke über bestimmte Raumwinkel. Diese Verteilung kann relativ gleichmäßig, aber auch sehr ungleichmäßig ausfallen. Viele Hersteller verzichten auf entsprechende Angaben. Um die Lichtverteilung im Raum in einer Lichtplanung optimal darzustellen, wird die sogenannte Lichtstärkeverteilungskurve (LVK) in die Berechnung einbezogen.

Lichtstärkeverteilungskurven

Lichtstärkeverteilungskurven geben schnell Aufschluss darüber, ob es sich um:

  • direkte Beleuchtung,
  • indirekte Beleuchtung oder
  • eine Kombination aus beidem

handelt. Außerdem lassen sich die Verteilung und das Verhältnis von direktem zu indirektem Lichtanteil gut ablesen.

Ein schmaler, nach unten gerichteter Kegel deutet auf eine tiefstrahlende Leuchte mit kleinem Abstrahlwinkel hin. Ein breiter Kegel auf beiden Seiten kennzeichnet eine breitstrahlende Leuchte mit größerem Abstrahlwinkel. Zeigt der Kegel nur zu einer Seite, handelt es sich um eine asymmetrische Leuchte. Ein Kegel nach oben und unten steht für direkt/indirekt abstrahlende Leuchten.

Anwendungsbeispiele

  • Tiefstrahlende Leuchten:
    Ideal für große Hallen und hohe Räume, da sie viel Licht gezielt auf eine Fläche konzentrieren.
  • Breitstrahlende Leuchten:
    Häufig zur Allgemein- oder Flächenbeleuchtung eingesetzt; sie sorgen für eine großflächige Ausleuchtung.
  • Asymmetrische Leuchten:
    Lenken das Licht gezielt in eine Richtung und lassen andere Bereiche unbeachtet – zum Beispiel zur Regalbeleuchtung.
    • Einseitig asymmetrisch: Beleuchtung auf eine Seite fokussiert.
    • Doppelt asymmetrisch: Beleuchtung auf beide Seiten, z. B. in Lagergängen oder Supermärkten.
  • Direkt/indirekt strahlende Leuchten:
    Sorgen für ein angenehmes Raumgefühl und eine gleichmäßige, blendfreie Lichtverteilung.