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Lexikon der Lichttechnik

Fachbegriffe und LED Technik verständlich erklärt

Ob LED, Lumen, CRI oder Konstantstrom (Constant current) in der Welt der Lichttechnik gibt es zahlreiche Begriffe, die für Planung, Auswahl und Anwendung moderner Beleuchtungslösungen entscheidend sind. In unserem Lexikon der Lichttechnik erklären wir technische Fachbegriffe, wichtige Komponenten und Systeme verständlich und praxisnah. Ideal für Anwender, die fundierte Entscheidungen bei Planung, Auswahl und Installation moderner Beleuchtung treffen möchten

Von A wie Abstrahlwinkel bis Z wie Zigbee – hier finden Sie kompaktes Wissen rund um LED-Leuchten, Lichtsteuerung, Spannungsversorgung, Lichtfarben und vieles mehr. Nutzen Sie unser Nachschlagewerk, um Ihr Projekt effizient zu planen, Produkte gezielt auszuwählen und Lichttechnik besser zu verstehen.

Kontaktieren Sie uns bitte, falls Sie einen Begriff oder eine Erklärung vermissen.


Dim-To-Warm

Dim-to-Warm: LED-Technologie für warmes Licht beim Dimmen

Dim-to-Warm – auch bekannt als Sunset Dimming oder DTW – beschreibt eine moderne LED-Dimmmethode, bei der sich die Farbtemperatur beim Dimmen automatisch in den warmen Bereich verschiebt und so eine besonders angenehme, natürliche Lichtwirkung entsteht.

Was bedeutet Dim-to-Warm?

Die Technologie Dim-to-Warm ermöglicht es LED-Leuchten, beim Herunterdimmen nicht nur die Helligkeit zu reduzieren, sondern gleichzeitig die Lichtfarbe in einen wärmeren Ton zu verändern. Anders als bei herkömmlichen LEDs, deren Farbtemperatur konstant bleibt, sinkt bei Dim-to-Warm-Leuchten die Farbtemperatur typischerweise von etwa 3000 K auf 1800–2000 K – ähnlich dem natürlichen Glühlampenverhalten. Das Ergebnis ist ein gemütliches, stimmungsvolles Lichtambiente.

Vorteile von Dim-to-Warm in der Beleuchtung

Dim-to-Warm – Beispielgrafik
  • Schafft stimmungsvolle Lichtatmosphäre durch warmes Licht beim Dimmen
  • Flexibilität: von funktionalem Weißlicht am Tag bis zu warmem Wohlfühllicht am Abend
  • Ersetzt mehrere Leuchten-Typen und sorgt für ein harmonisches Lichtkonzept
  • Energieeffizient und langlebig wie herkömmliche LED-Leuchten
  • Ideal für Wohnräume, Hotels, Gastronomie oder Bereiche mit wechselnder Lichtstimmung

Wie funktioniert Dim-to-Warm technisch?

Die Funktionsweise basiert auf einer intelligenten Kombination mehrerer LED-Chips mit unterschiedlichen Farbtemperaturen oder einer angepassten Steuerungselektronik. Beim Dimmen wird der Anteil der neutral-weißen LEDs reduziert und der der warm-weißen LEDs erhöht. Dadurch entsteht ein sanfter Übergang von neutralweißem Licht zu warmweißem Licht – ganz ohne Farbverzerrungen oder Flackern.

Chips- und Steuerungsansatz

In modernen Dim-to-Warm-Modulen arbeiten häufig zwei LED-Chips mit festen Farbtemperaturen, zum Beispiel 3000 K und 1800 K. Beim Dimmen regelt die Elektronik die Stromzufuhr so, dass der warme Anteil dominiert, während die hellere, neutralweiße Komponente zurückgefahren wird. Das Licht erscheint dadurch zunehmend wärmer und weicher.

Farbtemperaturverlauf beim Dimmen

Typischerweise beginnt das Licht bei voller Helligkeit bei etwa 3000 K und erreicht bei minimaler Helligkeit 2000 K oder weniger. Dieser Verlauf erzeugt einen natürlichen, sonnenähnlichen Effekt – oft als Sunset-Dimming bezeichnet, da das Licht an den warmen Farbton eines Sonnenuntergangs erinnert.

Anwendungsbereiche & Empfehlungen

Dim-to-Warm-Leuchten eignen sich hervorragend für Wohnräume, Essbereiche, Hotellobbys oder Restaurants. Tagsüber sorgt das neutralweiße Licht für Klarheit, abends verwandelt sich die Beleuchtung in ein angenehm warmes, wohnliches Ambiente.
Wichtig ist eine passende Dimmer-Kompatibilität: Nur bei abgestimmten Steuerungen wird der Dim-to-Warm-Effekt gleichmäßig und flackerfrei dargestellt.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

  • Klare Kennzeichnung als Dim-to-Warm, Sunset Dimming oder WarmGlow
  • Kompatibilität zwischen Dimmer und Leuchte sicherstellen (Phasenan- oder Phasenabschnitt, DALI, Casambi)
  • Angegebenen Farbtemperaturbereich prüfen, z. B. 3000 K bis 1800 K
  • Beschreibung der Dimmkurve beachten: stufenlos oder mehrstufig, flackerfrei
  • Weitere Qualitätsmerkmale vergleichen: CRI/Farbwiedergabe, Lumen, Flimmerfreiheit, ggf. Flicker-Free-Angabe